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Hl. Franz von Assisicesselon1

 

1181
Geburt in Assisi. Seine Mutter hieß Gio­vanna oder Pica und stammte aus Umbrien oder Frankreich. Sie lässt ihren Erstgeborenen eventuell am Geburtstag vom 24. Juni als Giovanni Battista taufen. Der wohl aus Assisi ge­bürtige Vater, der reiche Tuchhändler Pietro di Bernardone, nennt seinen Ältesten nach der Rückkehr aus Frankreich «Francesco», «Französ­lein». Er bringt ihm Provenzalisch bei, die Spra­che des Minnesangs. Besuch der Pfarrschule von San Giorgio. Unbeschwerte Jugend als frei­gebiger und umschwärmter Liebling der Piazza.

 

1198
Die Bürgerschaft von Assisi zerstört die kaiserliche Zwingburg.

 

1202
Städtekrieg Assisi-Perugia. Einkerke­rung nach der verlorenen Schlacht in Collestra­da am Tiber bei Ponte San Giovanni.

 

1203
Krankheit, Freikauf und Rückkehr nach Assisi.

 

1205
Im Frühling Aufbruch nach Apulien zu den päpstlichen Truppen von Walter von Brienne. Nach einer Vision in Spoleto Rückkehr nach As­sisi und Rückzug aus der Gesellschaft. Begegnung mit einem Aussätzigen. Am Ende des Jahres Begegnung mit dem Gekreuzigten von San Damiano, in späterer Deutung: «Fran­ziskus, du siehst, wie mein Haus zerfällt! Geh und stell es wieder her!» Verkauf von Stoffbal­len in Foligno. Der Priester von San Damiano weist den Erlös zurück. Konflikt mit dem Vater.

 

1206
Erbverzicht Weggang nach Gubbio. Eremitenleben. Renovation der Kirchlein von San Damiano, Portiunkula und San Pietro della Spina.

 

1208
Evangelische Berufung in Portiunkula. Wanderpredigten. Erste Gefährten Bernhard von Quintavalle, Petrus Cattanii und Ägidius.

 

1209
Urregel, bestätigt von Papst lnnozenzIII., Leben in Rivotorto.

 

1210
Portiunkula wird Zentrum der Bewegung. Rasantes Anwachsen der Brüderge­meinschaft.

 

1212
Einkleidung der Chiara di Faverone di Offreduccio. Gründung der Gemeinschaft der «Armen Frauen» in San Damiano.

 

1213
Graf Orlando von Chiusi ermöglicht den Rückzug auf den Berg «La Verna» in der Toskana 1216 Papst Honorius III. gewährt den «Porti­unkula-Ablass» des 2. August.

 

1217
Generalkapitel in Portiunkula.

 

1219
Ancona Einschiffung nach Akkon und Damiette, Begegnung mit Sultan Al-Malik al­Kämil von Ägypten, Wallfahrt ins Heilige Land 1220 Rückkehr nach Italien. Verzicht auf die Ordensleitung. Nachfolger ist Petrus Cattanii. Hugolin de' Conti di Segni, Kardinal von Ostia, Protektor der Gemeinschaft.

 

1221
Tod von Petrus Cattanii, Elias von Corto­na wird Generalvikar. Mattenkapitel. Nicht bul­lierte Regel.

 

1223
Neufassung der Ordensregel in Fonte Co­lombo bei Rieti, bulliert von Papst Honorius III., Weihnachtsfeier von Greccio.

 

1224
Michaels-Fasten auf dem Berg La Verna, um die Zeit des Festes Kreuzerhöhung vom 14. September: Empfang der Stigmata. Rückkehr nach Portiunkula. Predigtreise durch Umbrien. Augenleiden und teilweise Erblindung. Pflege in San Damiano und Dichtung des Sonnenge­sangs.

 

1225
Erfolglose Operationen in Fonte Colom­bo und San Fabiano bei Rieti.

 

1226
Aufenthalt im Eremitorium Le Celle di Cortona. Schwer krank im Bischofspalast von Assisi. Überführung nach Portiunkula.

Am Abend des 3. Oktober Tod in Portiunkula Am 4. Oktober Übertragung nach Assisi und Beisetzung in der Pfarrkirche von San Giorgio.

 

1228
Am 16. Juli Heiligsprechung in San Giorgio durch seinen Freund, Papst Gregor IX. Hugolin de' Conti di Segni, zuvor Herr von Ostia.

 

1230
Am 25. Mai Übertragung der sterblichen Überreste in die Unterkirche der Basilika von San Francesco.

 
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